Juli 76 – Das Private ist politisch

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coverreduzierteGröße_Seite_1Wie in Hamburg das erste autonome Frauenhaus entstand
Ulrike Schaz / Mitarbeit: Silke Büttner, Petra Schlesiger (1.und 3. Frauenhaus Hamburg) / Kamera: Jule Katinka Cramer / Schnitt: Jessica Ehlebracht / Sprecherinnen: Ulrike Schaz, Lea Wiechmann / Musik: Lysistrara / deutsche Fassung / 66 Min. / Nr. 03-500 / 20 €

1976. Frauenbewegung. Überall entstehen Gruppen, in denen Frauen nach anderen Lebensweisen und Perspektiven suchen. In Hamburg – wie in Berlin oder Köln – haben sich Frauen entschieden, gemeinsam ein autonomes Frauenhaus für misshandelte Frauen zu erkämpfen. Als Schutzraum für Frauen und ihre Kinder und als Zeichen gegen Männergewalt.

Wie sie losziehen und ihre Idee umsetzen, davon erzählt »Juli 76« in einer filmischen Montage aus Rückblicken, Dokumenten und Bildern aus den ersten sechs Jahren des Projekts.
»Wir schauten weit, bis hin zum Ende des Patriarchats ……und hatten dabei eine konkrete Utopie.«

Interviewpartnerinnen: Christine Bomhard, Sybille Brockstedt, Uschi Busch, Monika Cabanas, Inge Detlefsen, Angelika Ebbinghaus, Gisela Friedrichs, Regine Itzwerth, Nelly Kettner, Edith Kippenhahn, Dagmar Kloth, Ulrike Lahrmann, Ingrid Niemann, Bernadette Ridard, Ojie Rüppel-Petersen, Helga Sterz, Maria Wesselmann-Poßin

SYBILLE: »Ich habe zum ersten Mal erfahren, wie viel Kraft darin besteht, dass wir ohne Scheu Dinge ansprechen, von denen es vorher nicht akzeptiert war, sie öffentlich anzusprechen. Das war unglaublich befreiend für uns. Alles was uns bewegt hat, untabuisiert anzusprechen! Natürlich haben wir dann im Laufe der Jahre festgestellt, dass das gar nicht so einfach war. Aber das war unser Anliegen. Offen und aufrichtig mit uns und mit anderen Frauen umzugehen.«

ANGELIKA: »Rückblickend denke ich, dass wir, die wir das angestoßen haben, unglaublich viel erreicht haben. Das hat die Gesellschaft durchdrungen. Wir Initiativfrauen haben das schon das sehr radikal gesehen. Das hatte auch diese Sprengkraft. Also daran erinnere ich mich gerne. Und da bin ich auch froh, dass ich da mitgemacht habe. Das hat mich geprägt. Da hab ich was mitgenommen, was ich heute noch in mir habe.«

BERNADETTE: »Ja, am Anfang – diese improvisierte Einrichtung! Diese vielen Sperrmüllsachen! Die Frauen, die da lebten, konnten nicht verstehen, dass wir uns auf Sperrmüll stürzen und dass wir keine Hemmungen haben, irgendwelche schönen oder praktischen Sachen mit zu nehmen. Ja, das war im Grunde ein kultureller Unterschied. Für mich war Sperrmüll ein Traum, weil ich ja nichts besaß. Alles was ich hatte, kam vom Sperrmüll. Und im Frauenhaus waren Frauen, die träumten davon, sich eine Schlafzimmergarnitur zu kaufen.«

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