Vorsicht Lebensgefahr ! Alle Gewalt geht vom Staat aus

Brokdorf – Kleve – Hamburger Kessel  1986

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mpz (mit Filmaufnahmen auch anderer Hamburger Mediengruppen: Thede, Motte, …) 1986 / 42 min / 4:3 / Nr. 00-017 / 16 €

Am 26. April 1986 explodiert ein Reaktor im Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine radioaktive Wolke zieht auch über die Bundesrepublik. Lebensmittel wie Blattgemüse, Salat, Milch werden radioaktiv belastet. Die Bundesregierung wird jedoch nicht müde, zu vermelden, man habe alles im Griff und Gesundheitsgefährdungen lägen nicht vor.

Am 7. Juni 1986 macht sich von Hamburg aus ein großer Konvoi aus PKWs und Bussen auf den Weg um am Atomkraftwerk Brokdorf gegen die Atompolitik zu demonstrieren. Selbst die gerade erlebte Atomkastastophe hält die Polizei nicht davon ab, die Proteste brutal zu unterdrücken. In Kleve wird der Hamburger Konvoi gestoppt und von der Polizei angegriffen. Dokumentaraufnahmen eines Klever Bürgers zeigen, wie die Polizei Autoscheiben zerschlägt, Reifen zersticht, Autos gehen in Flammen auf.
Berichte von Betroffenen

Diejenigen, die Brokdorf erreichen, müssen einzeln massive Straßensperren passieren. Sie müssen zu Fuß durch Sandcontainer und ein Bundesgrenzschutzspalier hindurchgehen. Nachdem die Polizei CS-Gas eingesetzt hat, flüchten  die Menschen über die Felder. Die Polizei verfolgt die Flüchtenden mit Hubschraubern und setzt Stoßtrupps ab.

Einen Tag später versammeln sich auf dem Heiliggeistfeld mehrere Hundert Menschen um spontan gegen die Polizeigewalt zu demonstrieren. Die Polizei kesselt die DemonstrantInnen am Sammelplatz ein. Stundenlang müssen sie auf dem Platz bleiben, ohne jede Versorgung, ohne die Möglichkeit eine Toilette aufzusuchen: ‚Hamburger Kessel’
Das ganze Viertel wird systematisch abgesperrt und gegen die Menschen, sie spontan ihre Solidarität zeigen, vorgegangen. Erst am späten Nachmittag werden die DemonstrantInnen abtransportiert.

Vier Tage später, am 12. Juni 1986 demonstrieren über 50.000 Menschen in Hamburg gegen die Polizeigewalt und gegen die Atompolitik.

 

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