mpz-salon: Den Nazis ein Dorn im Auge

Am Donnerstag, den 26. April 2018  um 19:30 Uhr zeigen wir den Dokumentarfilm: ‚Den Nazis ein Dorn im Auge – Zur Geschichte des Israelitischen Krankenhauses in Hamburg-St.Pauli‘ von Bertram Rotermund und Rudolf Simon in Zusammenarbeit mit dem
St. Pauli-Archiv“, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Zum Gespräch dabei: Rudorf Simon und Bertram Rotermund

Nur wenigen HamburgerInnen ist bekannt, dass sich im heutigen Ortsamt St.Pauli in der Simon-von-Utrecht-Straße von 1843 bis 1939 das Jüdische Krankenhaus befand. Es stand allen Menschen unabhängig von Herkunft und Religion offen, vor 1933 waren fast 70% der PatientInnen nicht jüdisch. Aufgrund seiner guten medizinischen Versorgung war es weit über die Grenzen des Stadtteils hinaus beliebt und geachtet. Ab 1933 wurde es von den Nazis systematisch demontiert und 1939 geschlossen.

ZeitzeugInnen, deren Angehörige und HistorikerInnen schildern in Interviews diesen Prozess der Demütigung, Entrechtung, Vertreibung und Ermordung von PatientInnen und MitarbeiterInnen. Trailer

Eintritt: Spende

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de

Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht:
Unser Konto:
mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS
Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs.

Veröffentlicht unter Veranstaltungen | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für mpz-salon: Den Nazis ein Dorn im Auge

mpz-salon: zu §§218 + 219a: „Wir haben abgetrieben – Das Ende des Schweigens“

Am Dienstag, den 27. März 2018  um 19:30 Uhr zeigen wir im mpz-salon den Film: ‚Wir haben abgetrieben – Das Ende des Schweigens‘ von Birgit Schulz und Annette Zinkant NDR 2015

Auch der gesellschaftlich akzeptierte Internationale Frauentag kann nicht darüber hinweg täuschen, wie wenig das Selbstbestimmungsrecht von Frauen wahrgenommen und akzeptiert wird. Die Aktualität der Auseinandersetzungen um die §§218 und 219a StGB ruft Erinnerungen an den Memminger Prozess des vergangenen Jahrhunderts zurück.
Nach wie vor ist die Beendigung einer Schwangerschaft verboten und strafbar. Nur unter Einhaltung bestimmter Bedingungen wird sie nicht strafrechtlich verfolgt.
Nun werden aber zunehmend Frauenärztinnen und
Frauenärzte angezeigt, die Abtreibungen vornehmen und dies auf ihrer homepage veröffentlichen.
Die Frauenärzt*innen, die sich mit der im
Herbst deswegen verurteilten Kollegin in der TAZ solidarisch erklärt haben, bekamen nun ebenfalls eine Anzeige. Laut TAZ sind das allein in Hamburg 3-5 Frauenärztinnen und -ärzte. Wenn wir das nicht hinnehmen wollen, müssen wir etwas tun. Mehr dazu in der Sendung des FSK Hamburg vom 26.3.18.

Beim an den Film anschließenden Gespräch sind dabei:
Cosima Vieth und Dr. Ralph Raben,
zwei der angezeigten Hamburger FrauenärztInnen.
Hannah Wicke, Psychotherapeutin, früher bei Pro Familia,

Filminhalt:
6. Juni 1971. Im „Stern“ erklären 374 Frauen: „Ich habe abgetrieben!“ Es sind Arbeiterinnen, Lehrerinnen, Studentinnen, Hausfrauen und neun prominente Schauspielerinnen, die diesen Appell unterschreiben. Zu dem Skandal, den sie damit auslösen, machen sich die Frauen mit dem Bekenntnis auch strafbar.
Die Aktion wird zum Auslöser für eine breite Frauenbewegung, in der es in kurzer Zeit nicht mehr nur um eine selbstbestimmte Familienplanung geht. Abertausende Frauen emanzipieren sich von den althergebrachten Rollen als Hausfrau und Mutter, entwickeln ein neues Selbstbewusstsein, erlauben sich Freude und Lust und gehen beruflich unabhängige Wege.

Vorbild für die Initiative war eine Aktion in Frankreich. Am 5. April 1971 erschien im „Nouvel Observateur“ eine Petition von 343 Frauen, die erklärten, abgetrieben zu haben. Zu den Unterzeichnerinnen zählten Simone de Beauvoir, Jeanne Moreau, Françoise Sagan, Agnès Varda und andere bekannte Persönlichkeiten.

45 Jahre später sucht der Film einige Bekennerinnen noch einmal auf und erzählt, wie die Aktionen in Deutschland und Frankreich damals ihr Leben geprägt haben. Darunter die Feministin Alice Schwarzer, die Schauspielerin Senta Berger und Ulla Böll,  sowie die Theater- und Filmregisseurin Ariane Mnouchkine und die Frauenrechtlerin Anne Zelensky.

Der Film „Das Ende des Schweigens“ zeichnet ein Sittengemälde von vier Jahrzehnten in Deutschland und Frankreich, das mit der brutal ausweglosen Situation von Frauen startet, die sich aus sozialer, beruflicher oder psychischer Not heraus Ende der 60er Jahre zu einer illegalen Abtreibung entschließen.

Eintritt: Spende

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de

Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht:
Unser Konto:
mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS
Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs.

Veröffentlicht unter Veranstaltungen | Kommentare deaktiviert für mpz-salon: zu §§218 + 219a: „Wir haben abgetrieben – Das Ende des Schweigens“

mpz-salon: Freie Radios: ‚Ich möcht‘ einmal am Sender Steh’n!‘

Am Dienstag, den 27. Februar 2018  um 19:30 Uhr zeigen wir im mpz-salon den Film: ‚Ich möcht‘ einmal am Sender steh’n ! – Die Arbeiter-Radio-Bewegung in den zwanziger Jahren  von Gerd Roscher, Jutta Hercher u.a. 1981 /  43 Minuten

Schon zu Beginn der Einführung des Rundfunks gab es die Diskussion eines ‚Rundfunks von unten‘, die Medien selbst in die Hand zu nehmen und nicht den Mächtige zu überlassen. Der Film zeigt anhand von historischem Filmmaterial sowie in Berichten von Zeitzeugen, dass eine andere Art von Rundfunk unter unmittelbarer Beteiligung der Arbeiterschaft in Deutschland möglich gewesen wäre. Gerd Roscher dazu, Gespräch auf Radio Corax vor der Veranstaltung

Die Entwicklung zieht sich von den Print-Medien, über die Radiobewegung und dann die Videobewegung der 79er und 80er Jahre bis heute hin. Auch in Zeiten massenhafter Bilder- und Medienpräsenz, auch im Youtube Zeitalter, hat das Radio noch seine Bedeutung. Radio Dreyeckland, Radio Hafenstrasse und heute viele Freie Radios wie FSK und Radio Corax zeugen davon.

Was macht Radio auch heute noch interessant? Ist es immer noch ein politisch eingreifendes Medium? Wer sind die Macher*innen und wer sind die Hörer*innen?

Im anschließenden Gespräch sind dabei:
Gerd Roscher (Filmemacher, von 1973 bis 2008 Professor HfbK Hmb), Jutta Hercher (Filmemacherin), Werner vom FSK, Helene Flick von Radio Corax, Jan Bönkost (Archiv der sozialen Bewegung Bremen)

Eintritt: Spende

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de

Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht:
Unser Konto:
mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS
Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs.

Veröffentlicht unter Veranstaltungen | Verschlagwortet mit , , | Kommentare deaktiviert für mpz-salon: Freie Radios: ‚Ich möcht‘ einmal am Sender Steh’n!‘

mpz-salon: ‚Der Gipfel – Performing G20‘

Am Donnerstag, den 1. Februar 2018  um 19:30 Uhr zeigen wir im mpz-salon den Dokumentarfilm: ‚Der Gipfel – Performing G20 von Rasmus Gerlach / BRD 2017 / Work in Progress / 82 Minuten / OF / www.Der-Gipfel.Hamburg

Rasmus Gerlach wurde als jugendlicher
Demonstrant schon mit dem stärksten Wasserwerfer beschossen und hat sich in seinem Film „Gefahrengebiete & andere Hamburgensien“ bereits intensiv mit Polizeigewalt auseinandergesetzt. Anfang Juli 2017 taucht er mit einem Team von fünf Kamera-Leuten tief in das Protest-Geschehen rund um den G20-Gipfel ein und dreht einen persönlichen Film. Auf den Straßen finden Protest-Performances als neue Form des Demonstrierens viel Anklang, doch die bunten Szenen werden bald von der Gewalt-Eskalation überschattet.

Im anschließenden Gespräch sind dabei:
der Filmemacher Rasmus Gerlach,
Gabriele Heinecke (Anwältin von Fabio V, der fast 5 Monate ohne konkreten Tatvorwurf in Untersuchungshaft  saß)  kann ihre Erfahrungen mit Sondergerichten im Gefangenenlager Hamburg Neuland und einer zunehmend repressiver werdenden Polizei und Justiz und über die zunehmende Einschränkung demokratischer Grundrechte durch Gesetzesänderungen wie den neuen § 114 StGB, einbringen. Mit Auswirkungen, die weit über die G20-Proteste hinaus gehen.
Norbert Hackbusch Bürgerschaftsabgeordneter, der als parlamentarischer Beobachter der Fraktion ‚Die Linke‘ Erfahrungen mit der Polizei machen durfte.
 

Eintritt: Spende

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de

Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht:
Unser Konto:
mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS
Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs.

Veröffentlicht unter Veranstaltungen | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentare deaktiviert für mpz-salon: ‚Der Gipfel – Performing G20‘

Filmpremiere: Peggy Parnass – Überstunden an Leben

Am Donnerstag, den 14.Dezember  um 19:30 Uhr ist im mpz-salon die Filmpremiere ‚Peggy Parnass  – Überstunden an Lebeneine Filmcollage, mpz 2017 (Jürgen Kinter, Gerhard Brockmann) / 65 min

Das Filmportrait gibt einen Einblick in Peggy’s vielfältige Aktivitäten als Journalistin, Gerichtsreporterin, Film- und Theaterschauspielerin, kämpferische Jüdin, Frauenbewegte, leidenschaftliche Skatspielerin und vieles mehr, nicht zu vergessen geht es um Liebe, Leidenschaft und Wut, Politik und Kultur.

Schon seit vielen Jahren lebt Peggy Parnass im Hamburger Stadtteil St. Georg. Ihre Eltern wurden in der Nazizeit in Treblinka ermordet. 1939 wurden Peggy und ihr Bruder mit einem Kindertransport nach Schweden geschickt und überlebten so den Holocaust.

Peggy Parnass wird bei der Vorführung und Diskussion des Films dabei sein.

Eintritt: Spende

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de

Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht:
Unser Konto:
mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS
Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs.

Veröffentlicht unter Veranstaltungen | Verschlagwortet mit , , | Kommentare deaktiviert für Filmpremiere: Peggy Parnass – Überstunden an Leben