Was hat Hamburg nur mit euch Frauen gemacht

im Rahmen der Filmreihe politische Medienarbeit 1973 bis 2023 (immer ehrenamtlich, finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden) zeigen wir am:

Mittwoch 22.November 19 Uhr im Awo Haus Marie, Marie-Bautz-Weg 11, 22159 Hamburg Farmsen

Veranstaltung von Awo Haus Marie + mpz e.V.

Im Gespräch: Christiane Rothmaler, Historikerin, Projektgruppe + Stefan Corinth, Filmemacher mpz

Was hat Hamburg nur mit euch Frauen gemacht
staatliche Fürsorge und ihre Folgen von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart

Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V. + mpz e.V., Christina Kukielka, Christiane Rothmaler, Stefan Corinth / 90 min / 4:3 / 1992

Der Film zeigt die Kontinuität der sozialen Verfolgung von Frauen von 1920 bis 1992. Drei Hamburger Frauen erzählen ihr Schicksal als Kinder und Jugendliche in den Hamburger Heimen Averhoffstraße, Abendroth-Haus und Feuerbergstraße. Fast „zwangsläufig“ wurden sie später zur „Umerziehung“ in die Alsterdorfer Anstalten und in das Arbeitshaus Farmsen der damaligen Hamburger Wohlfahrtsanstalten eingewiesen. Ihre Geschichte steht stellvertretend für das Schicksal tausender deutscher Frauen, die für den  – bürgerlichen –  NS-Staat bzw. für die Hamburger Fürsorge unerwünscht waren.

Personelle und inhaltliche Kontinuitäten von der Weimarer Republik bis in die Bundesrepublik zeigen, wie sich der Hamburger Fürsorgeapparat 1933 ohne große Reibungsverluste in die NS-Ideologie integriert hat und nach 1945 ebenso zur Tagesordnung übergegangen ist.

Dass die Denunziation, Ausgrenzung und Verfolgung von Frauen keine Besonderheit des Nationalsozialismus war, zeigen die vergeblichen Versuche der drei Hamburgerinnen, nach 1945 rehabilitiert zu werden. Erst 1988 erhielten sie so etwas wie eine „Entschädigung“ für die ihnen zugefügten körperlichen Verstümmelungen und Misshandlungen. Ihre öffentliche Rehabilitierung als Verfolgte des NS-Regimes, als Opfer der Hamburger Fürsorge haben diese Frauen nicht mehr erlebt.

Die drei Frauen haben mit viel Mut, aber auch viel Wut und Trauer stellvertretend für viele ihrer Leidensgefährtinnen ihr Lebensschicksal und damit ein Stück Hamburger Frauengeschichte aus der „Vergangenheit“ zurück in die Erinnerung gerufen. info-was-hat-hamburg

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de
Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
Darum sind Spenden dringend erwünscht: Unser Konto: mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs.
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…und ich weiß, warum ich hier stehe ! FC St.Pauli + seine Fans

im Rahmen der Filmreihe politische Medienarbeit 1973 bis 2023 (immer ehrenamtlich, finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden) zeigen wir am:

Dienstag 21. November in Fanräumen im Millerntorstadion
Einlass 18 Uhr, Film 19:10 Uhr, Heiligengeistfeld 1

Veranstaltung von Fanräume e.V., Antifa-Kaffeestand, fanclub „Wi köönt ok anners“ + mpz e.V.

Im Gespräch: MacherInnen des Films von mpz + Millertor Roar

.. . und ich weiß, warum ich hier stehe ! – FC St.Pauli und seine Fans
von mpz + Millerntor Roar 1991 / 90 min / 4:3

Tränen liefen über die Gesichtern von Spielern und Fans, als der FC St. Pauli im Juli 1991 beim Relegationsspiel gegen die Stuttgarter Kickers mit 3:1 unterlag und den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit antreten musste. Drei Jahre lang wurde am Millerntor Bundesliga gelebt, gespielt und gefeiert, wie in keinem anderen Stadion. Die einmalige Zuschauerstruktur verhalf dem FC St. Pauli zu den besten Fans der Liga, die in jedem Stadion gerne gesehen wurden.

Der Film zeigt Erfolge und Niederlagen bei Heim- und Auswärtsspiele in der Spielzeit 1990/91 sowie die Sonnen- und Schattenseiten des bezahlten Fußballs aus der Sicht der Fans vor 25 Jahren. Der Film zeigt eine Mischung aus den damaligen Gefühlen der Fans sowie Kritik an den nach wie vor bestehenden Verhältnissen im Profifußball und – nicht zuletzt eine immer noch währende Liebeserklärung an den FC St. Pauli, der für seine Fans auch ein viertel Jahrhundert später noch immer viel mehr ist als nur ein Fußballverein.

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Über den Geschäften – Wohnen in der Königstraße

im Rahmen der Filmreihe politische Medienarbeit 1973 bis 2023 (immer ehrenamtlich, finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden) zeigen wir am:

Donnerstag 16. November 2023, 19 Uhr

im Industriemuseum Elmshorn, Catharinenstr. 1., 25335 Elmshorn (Nähe Bahnhof Elmshorn)

anschließendes Gespräch mit:
Filmemacher*in Stefan Corinth, Ulrike Gay, mpz; Museumsleiterin Bärbel Böhnke, Industriemuseum Elmshorn

Wer durch die Königsstraße, die Einkaufsmeile Elmshorns geht, ist sich nicht bewußt, dass in den oberen Etagen Elmshorner Geschichte lebt.
Da ist die Eigentümerin, die sich an den Faschismus erinnert und die keine Vorbehalte hatte, in den 70er Jahren eine Wohnung an eine der ersten Wohngemeinschaften Elmshorns zu vermieten. Deren Mitglieder leben immer noch in Elmshorn, erinnern sich an die Kämpfe gegen das nahegelegene AKWBrokdorf, an lebendiges Wohngemeinschaftsleben. Hier kennt jede*r jede*n, man ist anders, wird aber akzeptiert. Und wohnt mitten im Einkaufsleben, im Kontakt mit den Nachbarn ,über den Geschäften’.

Film von: Industriemuseum Elmshorn + mpz, Stefan Corinth, Ulrike Gay 2022 / 60 min

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Kein Bild, kein Ton, wir kommen schon !

im Rahmen der Filmreihe politische Medienarbeit 1973 bis 2023 (immer ehrenamtlich, finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden) zeigen wir am:
Dienstag 7.11.23 19:30 Uhr,
in den Räumen des fsk in der Fabrique
im Gängeviertel, Valentinskamp 34a

im Gespräch: Aktive aus mpz und fsk



Kein Bild, kein Ton, wir kommen schon!
Das mpz  gründete sich 1973, um das noch neue Medium Video für eine Gegenöffentlichkeit zu den etablierten Medien zu nutzen. Gemeint war damit, gemeinsam mit Jugendlichen, streikenden Arbeiter*innen, Umweltaktivist*innen, Hausbesetzer*innen, Feminist*innen, Antifaschist*innen und anderen Filme über deren Erfahrungen und Kämpfe aus ihrer eigenen Perspektive zu machen und zu verbreiten. Die Videos sollten ein Medium sein, um Menschen beim gemeinsamen Anschauen wieder zusammenzubringen, damit daraus gemeinsames Handeln entstehen kann.
Seitdem entstanden unzählige Videos, aber auch Ausstellungen und andere Formate, wurden noch mehr Videos verliehen und Veranstaltungen durchgeführt – alles in ehrenamtlicher Arbeit, finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darin ist das mpz dem fsk geistesverwandt.
In Zeiten, in denen die politische Rechte von „alternativen Fakten“ spricht und gegen die etablierten Medien hetzt, ist es um so wichtiger, an einer emanzipatorischen Kritik der privaten und öffentlich-rechtlichen Medien und den Mitteln der gesellschaftskritischen Gegenöffentlichkeit festzuhalten und diese weiterzuentwickeln. Mit Filmausschnitten und im Gespräch blicken wir zurück auf den Wandel und die Höhen und Tiefen unserer Arbeit und voraus auf die Herausforderungen und Chancen selbstorganisierter, alternativer Medien.
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Vier gegen Hitler – Auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe

im Rahmen der Filmreihe politische Medienarbeit 1973 bis 2023
(immer ehrenamtlich, finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden)
zeigen wir am:


Montag 6.November, 19 Uhr im JoLa, Kulturhaus Süderelbe
zusammen mit der Initiative Gedenken in Harburg

Dienstag 14. November, 19 Uhr im Kulturzentrum, Serran 1 ( beim Bergedorfer Bahnhof) zusammen mit der Initiative Gedenken in Harburg, Omas gegen rechts

Im Gespräch:
Filmemacher Jürgen Kinter + Gerhard Brockmann, mpz

Vier gegen Hitler – Auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe
von Jürgen Kinter, Gerhard Brockmann (mpz)/ 90 min / mpz + VVN-BDA Hamburg 2021, unterstützt von verschiedenen Kultureinrichtungen, Geschichtswerkstätten, Schulen + Einzelpersonen

Der Film erinnert an die Hamburger Widerstandsgruppe „Helmuth-Hübener“. Sie hörte in der Nazizeit ausländische Radiosender ab und verteilte in verschiedenen Hamburger Stadtteilen selbst geschriebene Flugblätter, die das Unrecht der Naziherrschaft anprangerten. Durch Verrat am Arbeitsplatz flogen die Aktivitäten der Jugendlichen auf. Mit Hausdurchsuchungen, Verhören und Haft versuchte die Geheime Staatspolizei die Jugendlichen einzuschüchtern.

Im Oktober 1942 wird Helmuth Hübener mit 17 Jahren zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Die drei anderen Mitglieder der Gruppe, Karl-Heinz Schnibbe, Rudolf Wobbe und Gerhard Düwer, erhielten langjährige Haftstrafen. Nachdem in der Nachkriegszeit nur wenige an die Geschichte der Hamburger Widerstandsgruppe erinnerten, hat in jüngerer Zeit ein Umdenken stattgefunden.

An zahlreichen Orten wird heute in Hamburg und anderswo die Erinnerung an dieses mutige Eintreten für die Gedanken- und Meinungsfreiheit wachgehalten, in Form von Straßen- und Schulbenennungen, Wandbildern, Ausstellungen, Kulturwettbewerben an Schulen, Gedenktafeln, Liedern, Stolpersteinaktionen und Mahnwachen an ehemaligen Haftorten. Der Film dokumentiert die Lebens- und Widerstandsgeschichte der Gruppe, zugleich ist er auch ein aktueller Beitrag zu einer aktiven und kreativen Gedenk- und Erinnerungskultur.

Der Film ist auch auf DVD bei uns zu bekommen. Trailer

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