Chinas Neue Seidenstraße – auch in Hamburg?

Chinaterminal in Steinwerder-Süd ? – Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Am Mittwoch, den 22. Mai 2019 um 19:30 Uhr im Gewerkschaftshaus, Raum St.Georg, Ebene 9, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg:

Au Loongyu aus Hongkog (Globalization Monitor) berichtet über Ziele und Auswirkungen der chinesischen Expansionspolitik. Au Loogyu steht uns auch zur Diskussion zur Verfügung. Es wird aus dem Englischen übersetzt.

Ein Thema, dass auch in Hamburg mit dem chinesischen Investitionsvorhaben, in Steinwerder-Süd ein eigenes Terminal zu bauen und, im Gegensatz zu allen anderen Terminals, auch die Infrastruktur voll zu finanzieren, hochaktuell ist.

Deutsche Unternehmen, große und kleine, haben in den letzten 25 Jahren eifrig in der VR China investiert, um ihre Produkte günstiger herzustellen und dort – aber auch in anderen Teilen der Welt – zu verkaufen. Betriebsschließungen und Arbeitsplatzabbau in Deutschland waren die Folge.

Die chinesische Wirtschaft, ehemals nur Empfänger von Auslandsinvestitionen und Exporteur von Konsumgütern ist mittlerweile weltweit zu einem großen Investor in Infrastruktur, Rohstoffgewinnung und Hochtechnologieproduktion geworden. Die Regierung unter der Führung einer sich kommunistisch nennenden Partei treibt diese weltweite Expansion inzwischen systematisch als Ausbau einer „Neuen Seidenstraße“ mit Milliardenkrediten für strategische Projekte und Investitionen voran. Erklärtes Ziel der Staats- und Parteiführung ist die Entwicklung Chinas zur stärksten Wirtschaftsmacht der Welt bis zur Jahrhundertmitte.

Wie kam es zu dieser Entwicklung und unterscheidet sie sich von den Expansionsbestrebungen der übrigen großen Industrieländer? Welche Auswirkungen hat sie für die einfache Bevölkerung in China und den von der Expansion betroffenen Ländern,  nicht zuletzt auch auf uns hier in Hamburg und Deutschland?

Wir haben dazu Au Loongyu aus Hongkong eingeladen.
Au Loongyu ist „labour“ activist, unabhängiger linker Publizist und Redakteur der Internetwebsite »Borderless Movement« in Hong Kong (https://borderless-hk.com/about). Geboren 1956 in Hong Kong besuchte er eine katholische weiterführende Schule, ohne allerdings selbst Katholik zu sein. Nach dem Schulabschluß 1974 arbeitete Au zeitweilig in den Büros von britischen US Firmen und später zwei Jahre als Arbeiter in eine Spielzeug und Bekleidungsfabrik. Dann studierte und unterrichtete er Chinesisch. Au war und ist engagiert in sozialen und gewerkschaftlichen Bewegungen in Hong Kong und war 1999 Mitbegründer von  »Globalization Monitor«, welches die Auswirkung der Globalisierung auf die Arbeits- und Umweltsituation beobachtet. In diesem Zusammenhang arbeitet er mit deutschen Kolleg*innen im »Forum Arbeitswelten – China und Deutschland« mit.  Weitere  Informationen über ihn in New Left Review, Nov/Dec 2006 (http://www.newleftreview.org/?page=article&view=2647).

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