mpz-salon: Die Frauen der Kisani Sabha / vom Kampf landloser Frauen in Bangladesch

Am Donnerstag, den 26. Oktober um 19:30 Uhr  zeigen wir im mpz-salon den Dokumentarfilm Die Frauen der Kisani Sabha / vom Kampf landloser Frauen in Bangladesch‘ Bangladesch 2001 / Farbe /82 min./ Buch, Regie, Kamera: Ulrike Schaz / Schnitt: Magdolna Rokob

Über die Lage der Rohingyas in Myanmar ist derzeit in den Medien viel zu lesen. Zu Tausenden fliehen Muslime, die seit Jahren in Rhakine State leben, ins benachbarte Bangladesch. Es ist nicht ganz einfach, zu verstehen, wie es zu dieser Situation kam. Ulrike Schaz, die seit 2005 an der Filmschule für Dokumentarfilm in Myanmar unterrichtet, erzählt nach der Vorführung ihres Films „Die Frauen der Kisani Sabha“, von ihrem Versuch, aus verschiedenen Quellen Informationen zusammen zu tragen, um das über Jahre gewachsene politische Konfliktszenario in Myanmar zu erklären.

Inhalt des Films:
Die Frauen der Kisani Sabha leben auf Schwemmlandinseln, sogenannten chars, mitten im Fluss, weit im Süden Bangladeschs. Weil sie landlos waren, haben sie dieses neu entstandene Land besetzt. In ihren Augen glitzert der Schalk, wenn sie erzählen, wie sie mit Besen, Stöcken, gespitzten Pfeilen und Kugeln aus gebranntem Schlick die Feinde in die Flucht schlugen, die sie von den chars vertreiben wollten. Die Feinde, das sind die Reichen, die Großgrundbesitzer vom Festland, die ihre Schlägertrupps über den Fluss schicken, um die Landlosen auf den chars zu vertreiben. Aber diese haben sich organisiert: Die Frauen in der Kisani Sabha, die Männer in der Krishok Federation. Zu tausenden kämpfen sie für ihr Recht auf Land. Wir trafen Frauen, die kein Blatt vor den Mund nahmen. Scharfsinnig und respektlos kritisierten sie die Regierung, die ihre Belange ignoriert. Sie erzählten in bewegenden Bildern von ihrem Leben auf den chars – unter weitem Himmel im Fluss.

Eintritt: Spende

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