‚…nicht nur Galionsfigur – Frauenarbeit im Hamburger Hafen‘ von mpz + Frauenarbeitskreis im Museum der Arbeit, Ulrike Gay, Sabine von Kessel, Elisabeth von Dücker 1991, 53 min.
Bis Ende der 1990er Jahre wurden Frauen im Hafen kaum wahrgenommen, doch es gab sie. Wir zeigen vier Beispiele: Kranfahrerin, Putzfrauen, Fischarbeiterinnen, Sekretärin. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben der Frauen im Hafen, denn: acht bis zehn Minuten können keinem Frauenleben gerecht werden. Wir konnten sie nicht alle zeigen, all die Frauen, ohne die im Hafen nichts läuft: die Frauen in den EDV-Abteilungen, in Kantinen, im LKW, die Prostituierten, die Schweißerinnen, die Funkerinnen, die (Ehe-)Frauen von Hafen- und Werftarbeitern, die Binnenschifferinnen … Heute treffen wir im Hafen häufiger Frauen in fast allen Berufen neben männlichen Kollegen. Aber hat sich die Situation wirklich verändert?
Montag: 7. September 19 Uhr im mpz Zu Gast: Filmemacher*innen
Die Art und Weise, wie wir unser Leben produzieren, ist dumm, gefährlich und grausam. Es ist an der Zeit über eine Revolution nachzudenken, die die Gesellschaft grundlegend verändert. Wir haben Genoss*innen zu den revolutionären Momenten der 1970er Jahre befragt. Wir haben mit Leuten gesprochen, die sich derzeit an Debatten über eine neue Produktionsweise beteiligen. Wir haben dutzende Arbeiter*innen interviewt, die sich aktuell auf Gemüseäckern, in Umspannwerken, Krankenhäusern oder U-Bahnschächten zur Wehr setzen. In “Jeder Acker, jede Fabrik” entwickeln wir aus all diesen Stimmen ein konkretes Bild davon, wie der Übergang in eine post-kapitalistische Gesellschaft aussehen könnte. – Für alle, die ihren Kopf nicht in den Sand stecken wollen.
Eintritt frei – Spende erwünscht
Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de
Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht: Unser Konto: mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs
im KiebitzHuus, Schulstraße 65, neben der Grundschule Kiebitzreihe: Sonntag 29. März, 19Uhr: ‚Von Bananenbäumen träumen‘ von Antje Hubert / 92 min / 2016
Zu Gast: Antje Hubert
Oberndorf, ein Dorf im Mündungsgebiet der Elbe. Die Gemeindekasse ist leer, Arbeitsplätze sind rar, kleine Höfe werden aufgegeben.
Doch einige Dorfbewohner wollen sich nicht mit dem drohenden Niedergang abfinden. Sie machen gemeinsam eine Kneipe auf und fassen einen folgenreichen Plan – sie wollen Geld zur Rettung des Dorfes verdienen. Mit Hilfe von Berliner Projektentwicklern gründen sie eine Bürgeraktiengesellschaft und entwerfen ein außergewöhnliches Geschäftsmodell. Gülle ( reichlich vorhanden!) soll die Energie liefern für die Aufzucht von afrikanischen Welsen und: Bananenbäumen!
Eintritt frei – Spende erwünscht
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mpz-salon im mpz: Donnerstag 12. März, 19Uhr: ‚Stumpfe Sense – Scharfer Stahl‘ von Quinka Stoehr, Kay Ilfrich und Jens Schmidt/ 95 min / D 1990
Zu Gast: Quinka Stoehr
Auf Bauerndemonstrationen wird vermehrt die Fahne der schleswig-holsteinischen Landvolkbewegung aus den 20er Jahren gezeigt – einer radikalen, völkischen Protestbewegung, die weitestgehend im Nationalsozialismus aufging. Aus diesem Anlass ist der Film Stumpfe Sense – Scharfer Stahl wieder hochaktuell.
Inhalt: 1928 beginnen die Bauern in Schleswig-Holstein angesichts einer tiefgreifenden Agrarkrise gegen die Staatsgewalt zu rebellieren. Mit dem Boykott von Zwangsversteigerungen, schließlich auch mit Bomben kämpfen sie um den Erhalt ihrer Höfe. Die Landvolkbewegung wird für kurze Zeit zum politischen Hoffnungsträger und zugleich zum Ausdruck einer fundamentalen Opposition zum Weimarer Staat.
Der Film rekonstruiert die schleswig-holsteinische Landvolkbewegung Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts und zeigt die Ursachen der Radikalisierung der Bauern. Wie in einem Brennglas werden anhand dieser regionalen Protestbewegung die Entstehungsbedingungen des deutschen Faschismus minutiös beleuchtet.
Vielen Hamburger*innen bekannt: Pep Bergmann, der neben Anderen in dem Film interviewt wird.
Eintritt frei – Spende erwünscht
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Wir alle wissen und erleben es. Wohnen ist fast unbezahlbar geworden. Die Politik verspricht Abhilfe, aber es geschieht nichts.
mpz-salon im mpz: Dienstag 3. Februar, 19Uhr: ‚Sold-City – Wenn Wohnen zur Ware wird‘ Filmteam Leslie Franke, Herdolor Lorenz, Stefan Corinth, Alexander Grasseck, Rasmus Gerlach / 120 min
Zu Gast: Leslie Franke und Herdolor Lorenz
Der Film Sold City, von dem jetzt beide Teile in einer Fassung von 120’ vorliegt, geht den Ursachen nach.
Banken, Fonds und internationales Anlagekapital drängen in die Städte. Kaum jemand scheint mehr sicher vor dem Verkauf seiner Wohnung. Beim Kasse Machen sind die einzigen, die dabei stören, die Mieter. So formuliert es Daniel Dieckmann aus der Habersaathstrasse in Berlin. Beim Entmieten und Zwangsräumen werden die Eigentümer mit ihren teils kriminellen Methoden von der Polizei gedeckt.
Der Sozialwohnungsbau schwindet im Dienste privater Investoren seit Jahrzehnten trotz Milliarden schwerer Subventionen. Wie sieht das in anderen Großstädten wie London oder Wien aus um die das Investorenkapital ebenso kreist?
Das System erlaubt es großen Wohnkonzernen, mit der Miete hauptsächlich die Dividenden der Aktionäre finanzieren. Daher fordert die Volksinitiative „Deutsche Wohnen & Co“ nach Enteignung großer Wohnungskonzerne. In London ist die Situation für Mieter*innen noch verschärfter. Anna Minton, Buchautorin und Dozentin beschreibt die Verdrängung der arbeitenden Bevölkerung nicht mehr als Gentrifizierung, sondern als Sterilisierung der Städte. Nur Wien schafft es scheinbar spielend, dass private Investoren zwei Drittel als geförderte Wohnungen bauen müssen und die Mieter darin ihr Leben lang sicher sind. Warum ist das bei uns nicht möglich? Boden ist ein begrenztes Gut. Wenn viel „freies Kapital“ über dem Boden kreist, explodieren die Bodenpreise. Genau das ist seit der Finanzkrise passiert. Ein unlösbares Problem? Wir schauen nach Singapur, einem hochkapitalistischen Stadtstaat. Dort leben aber 86% der Bevölkerung im Kommunalen Wohnungsbau. Ein Boden-Enteignungsgesetz macht das möglich. Warum sollte das nicht auch bei uns funktionieren? Trailer
Eintritt frei – Spende erwünscht
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