„Das ist unser Streik“

Blockade morgens In der Galerie Morgenland, Sillemstraße 79, 20257 Hamburg-Eimsbüttel wird am Dienstag, den 2. Februar 2016, 19:30 Uhr ist im Rahmen der Reihe Streikgeschichte(n) die Filmvorführung und Diskussion mit Andrea Aalders und Hajo Rieckmann: „Das ist unser Streik“ – 9 Monate Arbeitskampf bei Neupack von Hajo Rieckmann und Andrea Aalders mit Unterstützung des mpz 2014/15, 66 Min.

Der Film dokumentiert den neunmonatigen Arbeitskampf beim Verpackungshersteller „Neupack“ in Hamburg und in dem Zweitwerk in Rotenburg/Wümme.

Am 1. November 2012 legten 110 Kolleginnen und Kollegen die Arbeit nieder, um mit einem unbefristeten Streik einen Tarifvertrag zu erzwingen. Der erbittert geführte Arbeitskampf war nicht nur für die Belegschaft (16 Nationen, ein Drittel im Niedriglohnbereich), sondern auch für die streikführende Gewerkschaft etwas Besonderes. Die IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) ist eigentlich bekannt für ihre sozialpartnerschaftliche Orientierung, deren letzter größerer Arbeitskampf
1971 stattfand. Nun sollte in der Auseinandersetzung mit einem mittelständischen Unternehmen, wie es der IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis formulierte, „ein Exempel statuiert“ werden.
Im Film kommen die Streikenden ausgiebig zu Wort; er dokumentiert die Lebendigkeit eines aktiv geführten Arbeitskampfes. mehr dazu: www.neupack-film.de    +    www.facebook.com/neupackfilm  Bestellen…

Andrea Aalders und Hajo Rieckmann arbeiteten im Solikreis zur Unterstützung der Streikenden mit und begleiteten den Streik mit der Kamera, wann immer ihre Berufstätigkeit es zuließ.

Eintritt: 3 €

 

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mpz-salon: Gefahrengebiete & andere Hamburgensien

Gefahrengebiete-thats-itIm Rahmen unserer Veranstaltungsreihe mpz-salon zeigen wir am Dienstag, den 23. Februar 2016, 19:30 Uhr,  wie immer bei Salzstangen, Wasser und Wein, das Film-Essay: Gefahrengebiete & andere Hamburgensien von Rasmus Gerlach, 74 Min.

Zur Diskussion dabei: Rasmus Gerlach

Ende 2013 überlagerten sich 3 Hamburger Großstadtkonflikte – der Kampf um die Rote Flora, jener um das Bleiberecht der Lampedusa-Flüchtlinge und der Protest gegen den Abriß der Esso-Hochhäuser. Die Situation eskaliert als die Polizei gewaltsam den Demonstrationszug anhält. Als Antwort auf den Verlust von Autorität auf St. Pauli richtet die Hamburger Polizei zusätzliche Gefahrengebiete ein. St. Pauli erfindet die Klobürste als Zeichen des Zorns und ruft zur Kissenschlacht auf der Reeperbahn. Die amerikanische Botschaft warnt daraufhin vor einem Besuch der gefährlichen Hansestadt. Die Perle an der Elbe findet plötzlich weltweite Beachtung und der Begriff Gefahrengebiet geht in den Sprachschatz vieler Weltsprachen ein.

Der Autor war selber von der Repression betroffen und berichtet in sachlicher Weise aus der Zone einstürzender Esso-Hochhäuser und ähnlicher „Hamburgensien“ – und läßt nicht locker weil 2 Gefahrengebiete fortbestehen. Obwohl vom Verfassungsgericht für Unrecht erklärt, blieben die Gefahrengebiete St. Georg und St. Pauli bestehen. Grund genug mit dem Filmemacher zu diskutieren!

Regie: Rasmus Gerlach, Kamera: Ben Töpfer, Paul Kulms& Rasmus Gerlach, Schnitt: Elisabeth Hirsch, Bildtechnik: Martin Heckmann, Mischung: Stephan Konken, Übersetzungen: Irina Linke

Eintritt: Spende

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per RSS-Feed oder per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de

Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht:
Unser Konto:
mpz hamburg eV, Kto.Nr.: 43 73 208, BLZ 200 100 20
IBAN: DE95 2001 0020 0004 3732 08  BIC: PBNKDEFF
Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs.mpz

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„Vergessen ist das eigentlich nicht“- Hafenarbeiterstreik und Alltag 1951

StreikendeHafenstreik und Alltag 1951

In der Galerie Morgenland, Sillemstraße 79, 20257 Hamburg-Eimsbüttel wird am Dienstag, den 2. Februar 2016, 19:30 Uhr im Rahmen der Reihe Streikgeschichte(n)  „Vergessen ist das eigentlich nicht“ – Hafenarbeiterstreik und Alltag 1951 gezeigt, mpz e.V. (Hafengruppe: Gerhard Brockmann, Ulrike Gay, Jürgen Kinter, Heidrun Kuhr, Christian Ottemeyer) und Hafenarbeiterfamilien 1979–1981, 60 Min. 

Filmvorführung und Diskussion mit Gerd Müller

„Erster Streik seit 1896 im Hamburger Hafen“, so lauteten während des Hafenarbeiterstreiks 1978 die Schlagzeilen. Dass im Herbst 1951 6000 Hamburger Hafenarbeiter fast drei Wochen lang für ihre Lohnforderung streikten, war in Vergessenheit geraten.
Die Gewerkschaft ÖTV erinnert nicht daran, weil es aus ihrer Sicht ein „wilder Streik“ war, der zudem von der KPD, die einen erheblichen Rückhalt in der Hafenarbeiterschaft hatte, unterstützt wurde.
Mit Hilfe ehemals streikender Hafenarbeiter gingen wir 1978 auf Spurensuche und konnten mit ihnen den Streik wieder lebendig werden lassen.  Willi Bodenstein, Thomas Kowsky und Gerd + Helga Meyer. Sie berichten, warum die Lohnforderung gerade für die Hafenarbeiter bedeutsam war, die nicht in festen Beschäftigungsverhältnissen standen. Auch ohne gewerkschaftliche Unterstützung gelang es den Streikenden, Solidarität und Unterstützung zu organisieren und staatlicher Repression standzuhalten.
Nach 17 Tagen jedoch mussten sie aufgeben, ohne ihr Streikziel erreicht zu haben. mehr…

Gerd Müller, 1972–2010 Hafenarbeiter auf verschiedenen HHLA-Anlagen, zuletzt Leiter des Pack- und Servicezentrums am Burchardkai, langjähriges Betriebsrats- und aktives Gewerkschaftsmitglied, seit dem Hafenarbeiterstreik 1978 Mitarbeit im mpz.

Eintritt: 3 €

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mpz-salon: „Was hat Hamburg nur mit euch Frauen gemacht ?“

Tanzen WeimarerRepublikIm Rahmen unserer Veranstaltungsreihe mpz-salon zeigen wir am Donnerstag, den 28. Januar 2016, 19:30 Uhr,  wie immer bei Salzstangen, Wasser und Wein, den Dokumentarfilm: „Was hat Hamburg nur mit Euch Frauen gemacht ?“ – Staatliche Fürsorge und ihre Folgen von der Weimarer Republik bis in die Frareingehenweich ohne KopieGegenwart,  von der Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V. + mpz Hamburg e.V. ,  Christina Kukielka, Christiane Rothmaler, Stefan Corinth 1992 / 90 Min. 

Zum Gespräch dabei sein werden: Christiane Rothmaler (Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes + Filmteam), Petra Vollmer (Projektgruppe) und Stefan Corinth (mpz + Filmteam) .

Der Film zeigt die Kontinuität der sozialen Verfolgung von Frauen von 1920 bis heute. Drei Hamburger Frauen  – Herta B., Anna D. und Olga P. –  erzählen ihr Schicksal als Kinder und Jugendliche in den Hamburger Heimen Averhoffstraße, Abendroth-Haus und Feuerbergstraße. Fast „zwangsläufig“ wurden sie später zur „Umerziehung“ in die Alsterdorfer Anstalten und in das Arbeitshaus Farmsen der damaligen Hamburger Wohlfahrtsanstalten eingewiesen.
Ihre Geschichte steht stellvertretend für das Schicksal tausender deutscher Frauen, die für den  – bürgerlichen –  NS-Staat bzw. für die Hamburger Fürsorge unerwünscht waren.
Personelle und inhaltliche Kontinuitäten von der Weimarer Republik bis in die Bundesrepublik zeigen, wie sich der Hamburger Fürsorgeapparat 1933 ohne große Reibungsverluste in die NS-Ideologie integriert hat und nach 1945 ebenso zur Tagesordnung übergegangen ist.

Dass die Denunziation, Ausgrenzung und Verfolgung von Frauen keine Besonderheit des Nationalsozialismus war, zeigen die vergeblichen Versuche der drei Hamburgerinnen, nach 1945 rehabilitiert zu werden. Erst 1988 erhielten sie so etwas wie eine „Entschädigung“ für die ihnen zugefügten körperlichen Verstümmelungen und Misshandlungen. Ihre öffentliche Rehabilitierung als Verfolgte des NS-Regimes, als Opfer der Hamburger Fürsorge haben diese Frauen nicht mehr erlebt.

Herta B., Anna D. und Olga P. haben mit viel Mut, aber auch viel Wut und Trauer stellvertretend für viele ihrer Leidensgefährtinnen ihr Lebensschicksal und damit ein Stück Hamburger Frauengeschichte aus der „Vergangenheit“ zurück in die Erinnerung gerufen. mehr…

Eintritt: Spende

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mpz-salon: Genitalverstümmelung – Gewalt gegen Frauen

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25.11. laden wir, die Frauengruppe im mpz, zum mpz-salon ein zu Donnerstag, den 26. November 2015, 19:30 Uhr
Nach einem Film über die Genitalverstümmelung von Frauen
wollen wir über die Situation der davor geflüchteten Frauen hier in Deutschland sprechen und überlegen, was wir zur Verbesserung ihrer Lage vielleicht tun können.

Für Fragen und Diskussion kommt Heidemarie Grobe von der Terre de Femmes Gruppe Hamburg.

Weibliche Genitalverstümmelung bezeichnet die Menschenrechtsverletzung bei der Mädchen zur Kontrolle ihrer Sexualität Teile des Genitals abgeschnitten oder verletzt werden. In vielen Ländern der Welt, vor allem in Afrika, aber auch in einigen Ländern Asiens, ist dies fest in der Kultur verankert. Die Folgen für die Mädchen und Frauen sind neben den Schmerzen, Komplikationen bei der Geburt, Störungen des Sexualempfindens, oft lebenslange Traumafolgen und in manchen Fällen der Tod.
Immer mehr betroffene Frauen hinterfragen diese Kultur, erkennen sie als gewalttätig und flüchten u.a. nach Deutschland. Sie wollen selbstbestimmt leben und ihre eigenen Töchter vor gleichen Erfahrungen und Schmerzen schützen.

In vielen Ländern und eben auch in Deutschland gibt es Frauengruppen und -organisationen, die gemeinsam mit den betroffenen Frauen dafür kämpfen, dass Mädchen frei und unversehrt aufwachsen und Frauen, die eine Menschenrechtsverletzung erleben mussten, Unterstützung, Sensibilität und Interesse erfahren. Die auch helfen, dass Trauma zu bearbeiten und zu überwinden und ihnen rechtliche Beratung in Bezug auf das Asylrecht zu geben.

Einige Frauen, die von Genitalverstümmelung, welcher Art auch immer, betroffen sind oder solche, die dies im Herkunftsland befürchten und dies „ausreichend glaubwürdig“ machen konnten, dürfen sich als „Flüchtlinge“ in Deutschland aufhalten. Aufgrund der aktuellen Situation der Geflüchteten in Deutschland möchten wir den Blick hin zu den Betroffenen schärfen, damit ihr Schutz nicht in Vergessenheit gerät.  Auch deshalb dieser Abend.

 

Eintritt frei: Spende erwünscht

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