Filmpremiere: ‚Christa Seger – Frauenpower in Kirche und Gesellschaft‘

Filmpremiere
Donnerstag, 22.10.2026, 19 Uhr:
im Industriemuseum Elmshorn
Catharinenstraße 1, 25335 Elmshorn

Mit Christa Seger und Filmemacher*innen: Ulrike Gay, Stefan Corinth, Bärbel Böhnke

Mut und Beharrlichkeit prägen das Leben von Christa Seger seit ihrer Kindheit, als sie nach dem Feuersturm in Hamburg hartnäckig ihre Mutter überzeugte, nicht nach Bromberg, im heutigen Polen sondern nach Norden in Ostfriesland umzusiedeln, wo sie dann ihre Kindheit verbrachte. Diese Erfahrung, “dass man etwas bewegen kann und wenn man noch so klein ist“, prägt ihr ganzes Leben.
Über Jahrzehnte setzt sich die engagierte Christin für die Rechte von Frauen in Kirche und Gesellschaft ein. “Kirchliches und gesellschaftspolitisches Engagement gehörten für mich schon immer zusammen”.
Sie richtet mit anderen Müttern eine Kinderstube im Gemeindehaus von St. Nikolai ein, engagiert sich ehrenamtlich in kirchlichen Gremien, auch im Kirchenvorstand.
Immer offen für Neues schärft sie in Fortbildungen ihren frauenspezifischen Blick. 1989 wird sie hauptamtliche Leiterin des Frauenwerks im Kirchenkreis Rantzau. Ihr Motto: „Als Frau Kirche und Bibel neu entdecken.“ Ihr Engagement bleibt nicht auf die Kirche beschränkt: in der Schule ihrer Kinder gibt sie Kurse in der Nachmittagsbetreuung, arbeitet mit in anderen Frauenorganisationen in Elmshorn, im Freundinnenkreis für Geflüchtete, im Frauennetzwerk und auch über 27 Jahre in der Frauengeschichtswerkstatt im Industriemuseum Elmshorn.
Auch nach Ende ihrer Berufstätigkeit ist sie weiterhin aktiv und gründet 2003 den Förderverein contra e.V. gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution mit, dessen Vorstandsvorsitzende sie wird. “Vom Thema Frauenhandel habe ich 1995 zum ersten Mal über die kirchliche Frauenarbeit erfahren – und es hat mich nicht mehr losgelassen“, erzählt Christa Seger.  2008 erhält die 69jährige Christa Seger die Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution.
Sie scheute sich nie, den Mund aufzumachen und für ihre Überzeugungen und Gerechtigkeit einzutreten, auch wenn es unbequem war. Aufgegeben hat sie nie.

Eine filmische Biografie in der Reihe „Bewegtes Frauenleben“ der Frauengeschichtswerkstatt Elmshorn
Ein Film von mpz Hamburg e.V. und Frauengeschichtswerkstatt Elmshorn, mit Unterstützung des Fördervereins des Industriemuseums Elmshorn.
Ulrike Gay, Stefan Corinth, Bärbel Böhnke 2026, 65 min,

Eintritt frei

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