„Vergessen ist das eigentlich nicht…“ – Hafenarbeiterstreik 1951


Dokumentarfilm und Gespräch:

Freitag 1. Juli 2022
19:30 Uhr im Kino B-Movie

Zu Gast: Ulrike Gay, mpz und Gerd Müller, mpz und ehemals Mitglied der Gruppe der Alternative der HHLA
Moderation: Anna Grabo, Mitkuratorin „Close-up. Hamburger Film- und Kinogeschichten”

Im Herbst 1951 streikten 6000 Hamburger Hafenarbeiter fast drei Wochen
lang für ihre Lohnforderung. Ein vergessener Streik.
Für die ÖTV und ihre Nachfolgerin ver.di gab es ihn nicht. Aus ihrer Sicht war es ein „wilder Streik“, der zudem von der KPD, die einen erheblichen Rückhalt in der Hafenarbeiterschaft hatte, unterstützt wurde.

„Erster Streik seit 1896 im Hamburger Hafen“, so lauteten während des Hafenarbeiterstreiks 1978 die Schlagzeilen. Mit Hilfe ehemals streikender Hafenarbeiter gingen wir auf Spurensuche und drehten einen Film mit den Zeitzeugen Willi Bodenstein, Thomas Kowsky und Gerd + Helga Meyer. Sie berichten, warum die Lohnforderung gerade für die Hafenarbeiter bedeutsam war, die nicht in festen Beschäftigungsverhältnissen standen. Auch ohne gewerkschaftliche Unterstützung gelang es den Streikenden, Solidarität und Unterstützung zu organisieren und staatlicher Repression standzuhalten.

Nach 17 Tagen jedoch mussten sie aufgeben, ohne ihr Streikziel erreicht zu haben.

Film von mpz und Hafenarbeiterfamilien 1979–1981 / 60 Min./ 4:3 / schwarz/weiß

Der Film wird im B-Movie, Brigittenstraße 5, 20359 Hamburg im Rahmen des Filmprogramms der Austellung Close-up. Hamburger Film- und Kinogeschichten im Altonaer Museum gezeigt.

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de

Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht:
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‚Immer an der Wand lang… – Frauengemälde am Hafen‘

Sonntag, 26. Juni 2022, 11 Uhr Im Rahmen des Filmprogramms der Austellung Close-up. Hamburger Film- und Kinogeschichten im Altonaer Museum wird unser Film ‚Immer an der Wand lang‘ – Frauengemälde am Hafen‘ im Altonaer Museum im Galionsfigurensaal mit anschließendem Gespräch gezeigt.

Wandbild der FrauenFreiluftGalerie

Zu Gast:Hildegund Schuster, FrauenFreiluftGalerie und Ulrike Gay, Filmemacherin mpz
Moderation: Anna Grabo, Mitkuratorin „Close-up. Hamburger Film- und Kinogeschichten”

13 Uhr: Wandmalerin Hildegund Schuster führt am Hafenrand durch die FrauenFreiluftGalerie

Mit schwungvollen Kreidestrichen skizziert die Malerin Barbara-Kathrin Möbius worüber wenig berichtet wird: Frauen in der Seefahrt. Nach und nach nehmen die Frauen Farbe an und treten hervor aus dem Hintergrund. Rote Morsezeichen drücken ihren gemeinsamen Wunsch aus: Zur See. Zur See.
Unter den erfahrenen Händen der Wandmalerin Hildegund Schuster entstehen die Spruchbänder, das verbindende Merkmal aller bisher 13 Wandbilder der Frauen-FreiluftGalerie Hamburg, so auch hier: am Pumpwerk Nr. 69, Neumühlen 3.

Der Film erzählt die künstlerischen und dokumentarischen Geburtsumstände des Wandbildes „Frauen zur See“ im Rahmen des Open-Air-Projekts von Künstlerinnen zu hafenbezogener Frauenarbeit. Und er lässt mit Erläuterungen der Kuratorin des Wandbildprojektes, Dr. Elisabeth von Dücker, und mit seinen Einblicken in die seit 1994 am Altonaer Elbufer arbeitende FrauenFreiluftGalerie Hamburg eine andere Hafenwelt sichtbar werden.

Videofilm 40 Min. / 16:9 / mpz 2012, Ulrike Gay, Gerd Müller

Altonaer Museum, Museumsstraße 23, Hamburg Altona

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Der Kampf um die besetzten Häuser

Hafenstraße 1981 bis 94
Remix aus Filmen von mpz und Hafenstraße / mpz 2004 / 95 Min. / 4:3

Donnerstag, 23. Juni 2022, 19 Uhr im Rahmen der Ausstellung ‚Chiffren einer Stadt – Fotografien von Hans Meyer-Veden‘ im Jenisch Haus wird der Film im Altonaer Museum im Galionsfigurensaal mit anschließendem Gespräch gezeigt.

Zu Gast: Simone Borgstede, Hafenstraßenbewohnerin, Stefan Corinth, Filmemacher, Uwe Ahlborn, Filmemacher und ehemaliger Bewohner.

Im Laufe der Auseinandersetzungen um die besetzten Häuser in der Hafenstraße entstanden, zusammen mit dortigen Bewohner*nnen, insgesamt sieben Bewegungsvideos, die die Geschichte des Konfliktes, den Kampf um die Häuser und auch Blicke in den Lebensalltag dokumentieren.
In dem Remix sind Ausschnitte aus den Filmen:
Terrible Houses in Danger (1985)
Irgendwie, irgendwo, irgendwann (1988)
Polizeiüberfall (1989)
Selbst das kleinste Licht durchbricht die Dunkelheit (1990)
St. Pauli – Hafenstrasse Nr.7 (1994)
und dem Film von mpz und Millerntor Roar
„…und ich weiß warum ich hier stehe“– St. Pauli Fan-Club 1991

Altonaer Museum, Museumsstraße 23, Hamburg Altona

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‚Lagerhaus G‘

endlich laden wir wieder ein ins mpz zum nächsten mpz-salon am
Donnerstag, 16. Juni 2022 um 19:30 Uhr

Zu Gast: Filmemacher Markus Fiedler

‚Lagerhaus G‘
von Markus Fiedler, 2022, 102 min.

Zwischen der Hamburger Hafencity und der Veddel liegt der kleine Grasbrook. Hier treffen altes Hafengebiet und große Pläne von Stadt und Investor*innen aufeinander. Mittendrin: das Lagerhaus G am Dessauer Ufer. Der Speicher wurde 1903 erbaut, hier lagerte einst Reemtsma Tabak und während des Zweiten Weltkriegs war er Außenlager des KZ Neuengamme, in dem italienische Militärinternierte und Jüdinnen für Zwangsarbeit im Hafen untergebracht waren.

Der persönliche Kontakt zum langjährigen Besitzer des Lagerhauses ist Ausgangspunkt für den Filmemacher, um auf Spurensuche nach Geschichte und Gegenwart des Speichers zu gehen. Zeitzeuginnen und Historiker werfen einen Blick auf die im Hafen unsichtbare Geshichte der Zwangsarbeit. Der Publizist und Mäzen Jan Philipp Reemtsma und die Aktivitäten der „Initiative Dessauer Ufer“ reflektieren die Frage, ob – und wenn ja wie – in einem solchen Planungsgebiet würdiges Gedenken möglich ist. Dabei wird deutlich, wie weitreichend die stadtpolitischen und gesellschaftlichen Dimensionen sind. (dokfilmwoche) Trailer   

Eintritt: Spende erwünscht

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Frauengeschichtswerkstatt Elmshorn zeigt: ‚…nicht nur Galionsfigur – Frauenarbeit im Hamburger Hafen‘

Dienstag 15. September 19 Uhr:
Film + Gespräch im Industriemuseum Elmshorn, Catharinenstr. 1, 25335 Elmshorn.

Zu Gast:
Sonja Petersen, Betriebsrätin HHLA, ver.di +
Ulrike Gay, Filmemacherin mpz,

‚…nicht nur Galionsfigur – Frauenarbeit im Hamburger Hafen‘
von mpz + Frauenarbeitskreis im Museum der Arbeit, Ulrike Gay, Sabine von Kessel, Elisabeth von Dücker 1991, 53 min.

Bis Ende der 1990er Jahre wurden Frauen im Hafen kaum wahrgenommen, doch es gab sie. Wir zeigen vier Beispiele: Kranfahrerin, Putzfrauen, Fischarbeiterinnen, Sekre­tärin.
Es ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben der Frauen im Hafen, denn: acht bis zehn Minuten können keinem Frauenleben gerecht werden. Wir konnten sie nicht alle zeigen, all die Frauen, ohne die im Hafen nichts läuft: die Frauen in den EDV-Abteilungen, in Kantinen, im LKW, die Prostituierten, die Schwei­ßerinnen, die Funkerinnen, die (Ehe-)Frauen von Ha­fen- und  Werftarbeitern, die Binnenschifferinnen …
Heute treffen wir im Hafen häufiger Frauen in fast allen Berufen neben männlichen Kollegen. Aber hat sich die Situation wirklich verändert?

Kontakt: frauengeschichtswerkstatt-elmshorn@posteo.de
www.industriemuseum-elmshorn.de

mpz: info@mpz-hamburg.de

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