
‚Weglaufen kann Keiner‘
Sonntag 18.Oktober 2026, 19 Uhr:
von Gisela Tuchtenhagen +
Margot Neubert-Maric 2015 / Plattdeutsch mit hochdeutschen Untertiteln / 90′
im KiebitzHuus – Schulstraße 65 – 25368 Kiebitzreihe
Zu Gast: Filmemacherinnen Gisela Tuchtenhagen und Margot Neubert-Maric
Geburt und Tod sind Bestandteil unseres Lebens, seit es Menschen gibt.
Doch wie gehen wir damit um. Früher wurde ein Toter für mehrere Tage im Wohnzimmer aufgebahrt und von der ganzen Familie geehrt, sodass sich selbst Kinder auf eine natürliche Art und Weise mit dem verstorbenen Menschen auseinandersetzen konnten. Heute dagegen ist die Berührungsangst mit dem Tod sehr verbreitet und die Toten werden überwiegend aus unserer Gesellschaft ausgeklammert.
Der Film „Utbüxen kann keeneen – Weglaufen kann keiner“ ist ein berührender und beruhigender Dokumentarfilm, der uns nicht nur den Alltag von norddeutschen Bestattern und Sargtischlern näher bringt, sondern uns auch unsere negative Sichtweise auf den Tod hinterfragen lässt.
Es geht es um Sitten und Gebräuche im Umgang mit dem Tod und den Toten, altes Handwerk, den Wandel in der Trauerkultur, die norddeutsche Landschaft und vor allem um die Menschen, ihr Leben und ihre Sprache
Sie leben in Lunden, Tönning, auf Hallig Hooge und Hallig Langeness, in Nortmoor und in Woosmer, in den drei plattdeutschsprachigen Bundesländern: Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Plattdeutsch ist ihre Muttersprache.
Zitat Anni Both, Hebamme und Totenfrau: „Ik häff se op de Welt holt, un ik häf se ok bistohn, wenn se de Welt verlooten dähn. Un dat wär ok schöön.“
Eintritt frei – Spende erwünscht
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