Bitterer Kaffee: Uganda – Bauern kämpfen um ihr Land

mpz-salon:
Dienstag 12.März, 19 Uhr im mpz
Gäste im anschließenden Gespräch:
Michael Enger, Filmemacher und
Dr. Thomas Dürmeier, Goliathwatch + Hamburger Initiative für ein Lieferkettengesetz HILG

Bitterer Kaffee: Uganda – Bauern kämpfen um ihr Land
2001 wurden im Distrikt Mubende in Uganda 4.000 Menschen durch die Armee von ihrem Land vertrieben. Man wollte Platz schaffen für eine neue Plantage der Neumann Kaffee Gruppe aus Hamburg. Der Kaffee­konzern ist weltweit füh­ren­der Rohkaf­fee-Händler. Die ugandi­schen Solda­ten walzten in vier Dörfern Häuser und Hütten nieder. Die Menschen verloren ihren gesamten Besitz und flüch­teten in die angrenz­en­den Wälder. Später ließen sie sich auf freiem Land neben der Plantage nieder. Dort lebten sie in notdürf­tigen Be­hau­sungen – ohne sauberes Wasser, medi­zinische Ver­sor­gung und aus­rei­chen­de Ernährung. 2002 begannen sie, sich juristisch gegen die Vertreibung und den Raub ihres Landes zu wehren. Mit Unterstützung von Menschen­rechts­­­orga­ni­sationen verklagten sie den ugan­di­schen Staat und den Neumann-Konzern. Doch der Prozess wurde über Jahre ver­schleppt. Richter wurden versetzt, neue lange nicht ernannt, Prozesstermine verschoben. Als der Richter 2019 eine außergerichtliche Schlichtung anordnete, schien eine Lösung des Konflikts möglich. Die Regierung legte ein Angebot auf den Tisch, das die Gruppe der Vertriebenen 2020 jedoch spaltete. Einige wollten weiter klagen, da sie die Entschädigung als zu gering erachteten, die meisten Familien wollten jedoch annehmen. Bis heute warten sie allerdings vergeblich auf die zugesprochene Entschädigung und fühlen sich ein weiteres Mal getäuscht. Sie wollen daher wieder gemeinsam mit den anderen zurück vor Gericht. Ihr Kampf ist noch nicht zuende.

Die Reportage begleitet diesen ersten, gut dokumentierten Fall von „Landgrabbing“ in Afrika über viele Jahre, rekonstruiert die Ereignisse der Vertreibung aus der Sicht der Betroffenen, hinterfragt Positionen und Behauptungen in diesem langen Konflikt um Land in Uganda. Film von Michael Enger / 43 min / 2020

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de
Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
Darum sind Spenden dringend erwünscht: Unser Konto: mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs.
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2.12.2023 AbschlussFestVeranstaltung 50Jahre mpz

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…nicht nur Galionsfigur – Frauenarbeit im Hamburger Hafen

im Rahmen der Filmreihe politische Medienarbeit 1973 bis 2023 (immer ehrenamtlich, finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden) zeigen wir am:


Dienstag 28. November 2023, 19 Uhr in der Seemannsmission Hmb Altona, (Einlass 18:30 Uhr)
Große Elbstraße 132

Veranstaltung von FrauenFreiluftGalerie + mpz

Im Gespräch:
Ulrike Gay, mpz und Hildegund Schuster, Frauenfreiluftgalerie

‚…nicht nur Galionsfigur – Frauenarbeit im Hamburger Hafen‘
von mpz + Frauenarbeitskreis im Museum der Arbeit, Ulrike Gay, Sabine von Kessel, Elisabeth von Dücker 1991, 53 min.

Frauen im Hamburger Hafen. Es gab und gibt sie wirklich, auch wenn sie bisher kaum wahrgenommen wurden. Der Film zeigt am Beispiel von vier Arbeitsplätzen einen kleinen Ausschnitt der Frauenarbeit im Hafen: Kranfahrerin, Putzfrauen, Fischarbeiterinnen, Sekre­tärin.
Es ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben der Frauen, denn: acht bis zehn Minuten können keinem Frauenleben gerecht werden. Wir konnten sie nicht alle zeigen, all die Frauen, ohne die im Hafen nichts läuft: die Frauen in den EDV-Abteilungen, in Kantinen, im LKW, die Prostituierten, die Schwei­ßerinnen, die Funkerinnen, die (Ehe-)Frauen von Ha­fen- und  Werftarbeitern, die Binnenschifferinnen … aber wir zeigen einen Einblick in die Frauenarbeit im Hafen. mehr..

Eintritt: Spende erwünscht

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Was hat Hamburg nur mit euch Frauen gemacht

im Rahmen der Filmreihe politische Medienarbeit 1973 bis 2023 (immer ehrenamtlich, finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden) zeigen wir am:

Mittwoch 22.November 19 Uhr im Awo Haus Marie, Marie-Bautz-Weg 11, 22159 Hamburg Farmsen

Veranstaltung von Awo Haus Marie + mpz e.V.

Im Gespräch: Christiane Rothmaler, Historikerin, Projektgruppe + Stefan Corinth, Filmemacher mpz

Was hat Hamburg nur mit euch Frauen gemacht
staatliche Fürsorge und ihre Folgen von der Weimarer Republik bis in die Gegenwart

Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V. + mpz e.V., Christina Kukielka, Christiane Rothmaler, Stefan Corinth / 90 min / 4:3 / 1992

Der Film zeigt die Kontinuität der sozialen Verfolgung von Frauen von 1920 bis 1992. Drei Hamburger Frauen erzählen ihr Schicksal als Kinder und Jugendliche in den Hamburger Heimen Averhoffstraße, Abendroth-Haus und Feuerbergstraße. Fast „zwangsläufig“ wurden sie später zur „Umerziehung“ in die Alsterdorfer Anstalten und in das Arbeitshaus Farmsen der damaligen Hamburger Wohlfahrtsanstalten eingewiesen. Ihre Geschichte steht stellvertretend für das Schicksal tausender deutscher Frauen, die für den  – bürgerlichen –  NS-Staat bzw. für die Hamburger Fürsorge unerwünscht waren.

Personelle und inhaltliche Kontinuitäten von der Weimarer Republik bis in die Bundesrepublik zeigen, wie sich der Hamburger Fürsorgeapparat 1933 ohne große Reibungsverluste in die NS-Ideologie integriert hat und nach 1945 ebenso zur Tagesordnung übergegangen ist.

Dass die Denunziation, Ausgrenzung und Verfolgung von Frauen keine Besonderheit des Nationalsozialismus war, zeigen die vergeblichen Versuche der drei Hamburgerinnen, nach 1945 rehabilitiert zu werden. Erst 1988 erhielten sie so etwas wie eine „Entschädigung“ für die ihnen zugefügten körperlichen Verstümmelungen und Misshandlungen. Ihre öffentliche Rehabilitierung als Verfolgte des NS-Regimes, als Opfer der Hamburger Fürsorge haben diese Frauen nicht mehr erlebt.

Die drei Frauen haben mit viel Mut, aber auch viel Wut und Trauer stellvertretend für viele ihrer Leidensgefährtinnen ihr Lebensschicksal und damit ein Stück Hamburger Frauengeschichte aus der „Vergangenheit“ zurück in die Erinnerung gerufen. info-was-hat-hamburg

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…und ich weiß, warum ich hier stehe ! FC St.Pauli + seine Fans

im Rahmen der Filmreihe politische Medienarbeit 1973 bis 2023 (immer ehrenamtlich, finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden) zeigen wir am:

Dienstag 21. November in Fanräumen im Millerntorstadion
Einlass 18 Uhr, Film 19:10 Uhr, Heiligengeistfeld 1

Veranstaltung von Fanräume e.V., Antifa-Kaffeestand, fanclub „Wi köönt ok anners“ + mpz e.V.

Im Gespräch: MacherInnen des Films von mpz + Millertor Roar

.. . und ich weiß, warum ich hier stehe ! – FC St.Pauli und seine Fans
von mpz + Millerntor Roar 1991 / 90 min / 4:3

Tränen liefen über die Gesichtern von Spielern und Fans, als der FC St. Pauli im Juli 1991 beim Relegationsspiel gegen die Stuttgarter Kickers mit 3:1 unterlag und den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit antreten musste. Drei Jahre lang wurde am Millerntor Bundesliga gelebt, gespielt und gefeiert, wie in keinem anderen Stadion. Die einmalige Zuschauerstruktur verhalf dem FC St. Pauli zu den besten Fans der Liga, die in jedem Stadion gerne gesehen wurden.

Der Film zeigt Erfolge und Niederlagen bei Heim- und Auswärtsspiele in der Spielzeit 1990/91 sowie die Sonnen- und Schattenseiten des bezahlten Fußballs aus der Sicht der Fans vor 25 Jahren. Der Film zeigt eine Mischung aus den damaligen Gefühlen der Fans sowie Kritik an den nach wie vor bestehenden Verhältnissen im Profifußball und – nicht zuletzt eine immer noch währende Liebeserklärung an den FC St. Pauli, der für seine Fans auch ein viertel Jahrhundert später noch immer viel mehr ist als nur ein Fußballverein.

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