„So kommt ihr an uns nicht vorbei…!“- vier Tage Streik im Hamburger Hafen

Im Rahmen des Filmprogramms der Austellung Close-up. Hamburger Film- und Kinogeschichten im Altonaer Museum wird unser Film „So kommt ihr an uns nicht vorbei…! – vier Tage Streik im Hamburger Hafengezeigt am

Montag, 21. Februar 2022, 19:30 Uhr im Kino Metropolis

Zu Gast: Ulrike Gay, mpz und Gerd Müller, mpz und ehemals Mitglied der Gruppe der Alternative der HHLA
Moderation: Anna Grabo, Mitkuratorin „Close-up. Hamburger Film- und Kinogeschichten”

So kommt ihr an uns nicht vorbei…! „- vier Tage Streik im Hamburger Hafen
mpz + Hafenkollegen der Gruppe Alternative der HHLA Februar 1978, Musik: Wolf Biermann, 65 min, s/w,
Am 25. Januar traten über 16.000 Hafenarbeiter in den deutschen Seehäfen in den Streik. In der vorangegangenen Urabstimmung am 19. und 20. Januar hatten 97,12% für Streik gestimmt und den Schlichterspruch abgelehnt.
Der Film zeigt den Verlauf des Streiks aus Sicht der Kollegen, er zeigt, welche Erfahrungen sie während des Streiks gemacht haben, welche Konflikte bei der Organisation des Streiks aufgetreten sind. Und er zeigt auch, wie aktive Medienarbeit im Streik unterstützen und Menschen zusammenbringen kann. mehr:

Als Vorfilm: Der Tag eines unständigen Hafenarbeiters BRD 1966, Leonore Mau und Hubert Fichte, 13 Min., digital
Eine poetische Reportage, die mit den Schwarzweißfotografien von Leonore Mau und einem literarischen Kommentar Hubert Fichtes den Tagesablauf des unständigen, täglich neu nach Anstellung suchenden, Hafenarbeiters Mac schildert.

Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
Anmeldung erforderlich, 34 23 53, www.metropoliskino.de

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Vier gegen Hitler – Auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe

Am Sonntag, den 30. Januar 2022, um 17 Uhr zeigen wir zusammen mit der VVN im Metropolis Kino den Dokumentarfilm Vier gegen Hitler– auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe, Hamburg 2021, 90 min.

Im Anschluß an den Film stehen die Filmemacher Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann (mpz) für ein Gespräch zur Verfügung.

Der Film erinnert an die Hamburger Widerstandsgruppe „Helmuth-Hübener“. Sie hörte in der Nazizeit ausländische Radiosender ab und verteilte in verschiedenen Hamburger Stadtteilen selbst geschriebene Flugblätter, die das Unrecht der Naziherrschaft anprangerten. Durch Verrat am Arbeitsplatz flogen die Aktivitäten der Jugendlichen auf. Mit Hausdurchsuchungen, Verhören und Haft versuchte die Geheime Staatspolizei die Jugendlichen einzuschüchtern.

Im Oktober 1942 wird Helmuth Hübener mit 17 Jahren zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Die drei anderen Mitglieder der Gruppe, Karl-Heinz Schnibbe, Rudolf Wobbe und Gerhard Düwer, erhielten langjährige Haftstrafen. Nachdem in der Nachkriegszeit nur wenige an die Geschichte der Hamburger Widerstandsgruppe erinnerten, hat in jüngerer Zeit ein Umdenken stattgefunden.

An zahlreichen Orten wird heute in Hamburg und anderswo die Erinnerung an dieses mutige Eintreten für die Gedanken- und Meinungsfreiheit wachgehalten, in Form von Straßen- und Schulbenennungen, Wandbildern, Ausstellungen, Kulturwettbewerben an Schulen, Gedenktafeln, Liedern, Stolpersteinaktionen und Mahnwachen an ehemaligen Haftorten. Der Film dokumentiert die Lebens- und Widerstandsgeschichte der Gruppe, zugleich ist er auch ein aktueller Beitrag zu einer aktiven und kreativen Gedenk- und Erinnerungskultur.

Produktion: mpz und VVN-BdA Hamburg, unterstützt von verschiedenen Kultureinrichtungen, Geschichtswerkstätten, Schulen und Einzelpersonen., 2021, 90 min.

Der Film ist auch auf DVD bei uns zu bekommen. Trailer

Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
Anmeldung erforderlich, 3 G Regel
Tel. 34 23 53, www.metropoliskino.de

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Vier gegen Hitler – Auf den Spuren der Helmuth-Hübener-Gruppe

Ein Film von Jürgen Kinter und Gerhard Brockmann
(mpz)

Produktion: mpz und VVN-BdA Hamburg, unterstützt von verschiedenen Kultureinrichtungen, Geschichtswerkstätten, Schulen und Einzelpersonen
Hamburg 2021, 90 min.

Der Film erinnert an die Hamburger Widerstandsgruppe „Helmuth-Hübener“. Sie hörte in der Nazizeit ausländische Radiosender ab und verteilte in verschiedenen Hamburger Stadtteilen selbst geschriebene Flugblätter, die das Unrecht der Naziherrschaft anprangerten. Durch Verrat am Arbeitsplatz flogen die Aktivitäten der Jugendlichen auf. Mit Hausdurchsuchungen, Verhören und Haft versuchte die Geheime Staatspolizei die Jugendlichen einzuschüchtern.

Im Oktober 1942 wird Helmuth Hübener mit 17 Jahren zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Die drei anderen Mitglieder der Gruppe, Karl-Heinz Schnibbe, Rudolf Wobbe und Gerhard Düwer, erhielten langjährige Haftstrafen. Nachdem in der Nachkriegszeit nur wenige an die Geschichte der Hamburger Widerstandsgruppe erinnerten, hat in jüngerer Zeit ein Umdenken stattgefunden.

An zahlreichen Orten wird heute in Hamburg und anderswo die Erinnerung an dieses mutige Eintreten für die Gedanken- und Meinungsfreiheit wachgehalten, in Form von Straßen- und Schulbenennungen, Wandbildern, Ausstellungen, Kulturwettbewerben an Schulen, Gedenktafeln, Liedern, Stolpersteinaktionen und Mahnwachen an ehemaligen Haftorten. Der Film dokumentiert die Lebens- und Widerstandsgeschichte der Gruppe, zugleich ist er auch ein aktueller Beitrag zu einer aktiven und kreativen Gedenk- und Erinnerungskultur.

Filmpremiere: Sonntag, 31. Oktober 2021, 17 Uhr
Metropolis Kino
Kleine Theaterstraße 10
Anmeldung erforderlich, 3 G Regel
Tel. 34 23 53, www.metropoliskino.de

Preview: Mittwoch 20. Oktober 2021, 19.30 Uhr
mpz (Medienpädagogik-Zentrum Hamburg e.V.)
Sternstraße 4, 1. Stock
Anmeldung erforderlich, info@mpz-hamburg.de
Begrenzte Teilnehmerzahl, 2 G Regel, mit Abstand und Maske,

Eintritt frei, Spende erwünscht


							
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mpz-salon: Keine Waffenexporte durch den Hamburger Hafen

Wir versuchen nach über einem Jahr Pandemie-Pause einen Neustart. Da wir für diese Veranstaltung im mpz die Auflagen nicht erfüllen können und niemanden ausschließen wollen: diesmal im Centro Sociale (beschränkt auf 30 Personen, wie üblich getestet, geimpft oder genesen (mit Nachweis), Abstand und Maske vor Ort).

Montag 20. September, 19:30 Uhr
im Centro Sociale
Sternstraße 2, gegenüber vom mpz

Deutschland ist weltweit der viertgrößte Waffenexporter. In den ersten 4 Monaten 2020 hat Deutschland Waffen im Wert von 492 Millionen Euro geliefert – Tendenz steigend.
Ein erheblicher Teil wird über den Hamburger Hafen verschifft. Unsichtbar, da niemand sieht, was sich in den Containern befindet. Erkennbar im Transparenzportal ist lediglich der Export von Munition. Pro Jahr werden 1.000 Container mit Munition verschifft, das sind 3 Container pro Tag. Die dazugehörigen Schusswaffen werden nicht erwähnt.

Wir zeigen den Film „Tödliche Exporte – Rüstungsmanager vor Gericht “ 
von Daniel Harrich +Thomas Reutter / 50min
Sturmgewehre vom Typ G36 gelangen nach Mexiko, ohne dass der Hersteller Heckler und Koch dafür eine Exportgenehmigung hatte. Drückten die Kontrolleure bewusst vor den warnenden Berichten von Uno, Amnesty International und Auswärtigem Amt die Augen zu, um ein Exportgeschäft nicht zu behindern? Oder hatte Heckler & Koch gar Einfluss auf die Politik genommen?

Während der Dreharbeiten in Mexiko-Stadt fallen Pistolen auf, die die Soldaten vor dem Präsidentenpalast tragen. Auf den Pistolen steht deutlich erkennbar: „Sig Sauer“ + „Made in Germany“. Sig Sauer ist ein deutscher Waffenhersteller mit Sitz in Eckernförde bei Kiel. Allerdings hat die Bundesregierung seit zehn Jahren keine Exportgenehmigungen mehr für Mexiko erteilt!?
Die Geschäfte von Sig Sauer USA gingen ab 2011 hoch. Ein möglicher Grund: Der Konkurrent, die schwäbische Waffenschmiede Heckler & Koch, durfte wegen langwieriger Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart nicht mehr nach Mexiko liefern. 
Aber auch mit Sig Sauer beschäftigen sich Gerichte…

Danach zeigen wir ‚Wege des Stahls‚ – Eine 15minütige Dokumentation, die die konkreten Auswirkungen des Einsatzes deutscher Waffen zeigt.

Zum Gespräch nach den Filmen dabei: Vertreter*innen von der Volksinitiative gegen Rüstungsimporte

Deren Ziel ist es einen Volksentscheid zu erreichen, um den Hafen Hamburg zu einem zivilen Hafen zu machen, über den keine Kriegsgüter mehr verladen werden. Zur Erreichung eines Volksentscheids sammelt die Initiative zur Zeit die nötigen 10.000 Unterschriften. 

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Trotz Corona – wir arbeiten weiter

Nun ist es schon eine ganze Weile her, seit wir das mpz wegen der Corona-Pandemie für Besucher*innen schließen und die Veranstaltungen einstellen mussten. 
Wir werden versuchen die Veranstaltungen sobald es geht wieder aufzunehmen. Leider ist der Raum zu klein, um den nötigen Abstand einzuhalten. Wir müssen abwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt.
Die Einschränkung der Aktivitäten wirkt sich auch auf die Einnahmen durch Spenden aus, aber dank unserer Förderinnen und Förderer, die uns treu geblieben sind und unserer eigenen Mitgliedsbeiträge können wir das Zentrum weiter aufrechterhalten. Dafür allen ganz herzlichen Dank.

Trotz allem geht die Arbeit weiter
Wir haben die Zeit genutzt, die Digitalisierung unserer Filme von alten Video-Bändern voranzubringen, das Archiv weiter aufzuarbeiten und in unserer Datenbank zugänglich zu machen. Alle Anfragen die per mail oder über die Webseite kommen werden weiter bearbeitet und die Bestellungen verschickt.

Auch die Filmarbeit ist weiter gegangen: kürzere Filme über eine Aktion der Initiative Gedenkort Stadthausbrücke und der VVN  am 8. Mai 2020 und die Dokumentation des 1. Mai 2020 Kundgebung Krankenhaus St.Georg  und Hamburger Jungfernstieg  und die Montage einer Veranstaltung im Schauspielhaus Hamburg am 25.1.2020 Bald Schwein, bald Schmetterling – Über Kunst, Macht und Moral ( Lesung und Gespräch von und mit Benjamin Korn und Michael Weber) sind fertig.
Die Filme sind bei Vimeo eingestellt und direkt anzusehen. „Bald Schwein, bald Schmetterling“ ist auch als DVD erhältlich: mpz-hamburg.de/bestellen/bald-schwein-bald-schmetterling/

Ab dem 26.05.2020 sind wir auch wieder jeden Dienstag von 17.00 – 19.00 Uhr im Tagesdienst in der Sternstrasse anzutreffen. Wenn wir alle die entsprechenden Vorsichtsmassnahmen einhalten werden wir sicherlich nach und nach wieder zu mehr Aktivitäten kommen können.

Die durch das Coronavirus verursachte Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich solidarisch für ein gerechtes und friedliches Leben einzusetzen, Gegenwehr gegen die unsozialen und ungerechten Auswirkungen des Kapitalismus und des Neoliberalismus zu entwickeln und zu unterstützen.
Eine bessere Welt ist möglich.

Bleibt gesund, solidarisch und mutig
Die mpzler*innen

Informationen zu unseren Veranstaltungen: Wir informieren und laden gerne zu unseren aktuellen mpz-Veranstaltungen per eMail ein. Wer in den eMail-Verteiler will, sende bitte eine entsprechende eMail an uns: info@mpz-hamburg.de

Das mpz unterstützen: Das mpz – Medienpädagogik Zentrum Hamburg e.V. ist ein selbstorganisiertes unabhängiges alternatives Medienzentrum seit 1973. Im mpz werden u. a. Videofilme produziert, archiviert, diskutiert, verliehen und nun auch verkauft. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Darum sind Spenden dringend erwünscht:
Unser Konto:
mpz hamburg eV, Konto: IBAN DE15 4306 0967 2068 5756 · BIC GENODEM1GLS
Am meisten freuen wir uns über regelmäßige Förderbeiträge auch kleiner Summen. Ab einem Beitrag von 9,50 Euro/Monat bedanken wir uns mit der kostenlosen privaten Nutzung unseres Archivs.

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